NWZ: Erste lässt viel Luft nach oben

Quelle: Henning Busch, NWZ, 13.11.2020

 

Auf eine bislang sehr durchwachsene Hinrunde blicken die Bezirksliga-Fußballer des TuS Obenstrohe zurück. „Mit dem bisherigen Verlauf können wir so nicht zufrieden sein“, erklärt Coach Stephan Ehlers angesichts nur eines Sieges aus den ersten vier Punktspielen in Staffel A: „Das ist zu wenig.“ Dabei hatten die Obenstroher am 9. September in der zweiten Runde des Bezirkspokals einen 6:1-Kantersieg beim Ligarivalen und Titelfavoriten SV Wilhelmshaven gefeiert und damit ihr großes Potenzial angedeutet. In der Punktrunde hatte der TuS indes in den umkämpften Partien gegen den FC Rastede (1:2), SV Brake (2:3) und Heidmühler FC (1:2) jeweils knapp das schlechtere Ende für sich. Auf der Habenseite des Tabellensechsten steht nur der 5:0-Erfolg beim punktgleichen Vorletzten SV Ofenerdiek.

 

„Was positiv stimmt ist, dass die drei Niederlagen maximal eng waren, und diese Spiele auch durchaus anders hätten ausgehen können“, analysiert Ehlers: „Zudem kann ich den Jungs in keinem Spiel den Vorwurf machen, sich nicht maximal reingehängt zu haben. Die Mannschaften, die monetär individuelle Klasse für ihr Team einkaufen können, sind von uns halt nur zu knacken, wenn alles optimal läuft. Und sie stehen nicht umsonst oben auf den ersten drei Plätzen.“ Bei allen drei Niederlagen hätten „im Grunde nur Kleinigkeiten“ den Unterschied ausgemacht. Dabei wurden den Obenstrohern insbesondere individuelle Fehler bei Standards zum Verhängnis. Fünf der insgesamt sieben Gegentore in diesen Partien resultierten aus Ecken oder Freistößen. Das müsse seine Mannschaft bei der Fortsetzung der Saison im kommenden Frühjahr besser machen. „Deutlich verbessern müssen wir noch die Kommunikation der Spieler untereinander auf dem Platz“, fordert Ehlers. Umso mehr schmerzt den Coach das abrupte Karriere-Ende für Kapitän und Abwehrchef Gerrit Kersting (27) aus gesundheitlichen Gründen: „Er war emotional und verbal der absolute Leader auf dem Platz. Seinen Ausfall müssen wir nun versuchen, irgendwie mit eigenen Bordmitteln zu kompensieren.“ Denn Zu- oder Abgänge werde es in der Winterpause nicht geben.

 

Sehr zufrieden zeigt sich der TuS-Trainer mit der Einstellung seiner Mannschaft: „Die Jungs ziehen top mit, sie fighten auf dem Platz und haben sich zudem eine gewisse taktische Flexibilität erarbeitet.“ So sei man in der Lage, bei Bedarf das Spielsystem zu ändern, ohne dass der Spielfluss groß gestört werde. „Darauf gilt es, weiter aufzubauen.“ Zwar hoffen Ehlers und Co-Trainer Florian Jochens, im Dezember wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu dürfen. Sie rechnen mit den ersten Nachholspielen aber nicht vor Mitte März. „Die Monate, in denen jetzt nicht gespielt werden kann, sind schwierig zu überbrücken“, erläutert Ehlers: „Wir sind ja im Grunde nie in einen Rhythmus reingekommen und haben jetzt schon wieder Pause.“ Die Kunst werde es sein, das Team weiter bei Laune zu halten. Aktuell haben die Spieler die Vorgabe bekommen, sich zweimal pro Woche mit individuellem Lauf- und Krafttraining fitzuhalten. „Unsere Aufgabe ist es, die Jungs tatsächlich so auf den Punkt vorzubereiten, dass sie – wenn es denn irgendwann einmal wieder losgeht – dann auch bereit sind, rechtzeitig die notwendigen Punkte einzufahren“, sagt Ehlers. Um den Klassenerhalt zu schaffen, müssen die Obenstroher dabei zwei Teams hinter sich lassen. Ehlers: „Wir sind gewarnt und dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen.“ Dabei haben die Friesländer im Vergleich zu Ofenerdiek noch drei Nachholspiele in der Hinterhand. Zudem steht die TuS-Elf nach dem Coup beim SVW in der dritten Runde des Bezirkspokals und muss beim TuS Strudden (Bezirksliga I) ran. Ein Spieltermin steht wegen der Unwägbarkeiten in Corona-Zeiten allerdings noch nicht fest.

 

Foto: 1.Herren Saison 2020/21

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